Wohnungssanierungen im Kreis 4

Zürich, 2019 (umgesetzt) 

Die Abwägung der Massnahmen und der sorgsame Umgang mit den Räumen machen eine gelungene Sanierung aus.

Das Haus aus der Jahrhundertwende wurde zuletzt um 1970 renoviert. Dabei wurden Veränderungen vorgenommen, deren Zeitgeist einer objektiven Betrachtung aus heutiger Sicht nicht mehr standhält. Statt einer Sanierung der Decken wurden diese damals beispielsweise auf eine Raumhöhe von 2.4 m abgehängt oder der Parkett durch Teppich ersetzt. Ein halbes Jahrhundert intensiver Benutzung sowie die heutigen Erkenntnisse zu Schadstoffen wie Asbest rechtfertigen nun eine erneute Auseinandersetzung mit den Räumen.

Um dem Wunsch der Bauherrschaft, auch zukünftig bezahlbaren Wohnraum in der Stadt Zürich zur Verfügung stellen zu können, nachzukommen, wurde die effektivste Lösung im Spannungsfeld von Kosten und Wirkung erarbeitet. Etwas Überzeugungsarbeit ermöglichte schliesslich einerseits, anstelle teurer neuer Bäder die ursprüngliche Raumhöhe wieder herzustellen, und andererseits, die Umbauarbeiten jeweils auf natürliche Mieterwechsel abzustimmen und so eine Leerkündigung zu verhindern.

Kleinere Details wie der Fund alter Terrakotta-Hexagone im Ausschuss einer Ziegelei tragen zum Reiz der kostengünstigen, aber qualitätsvollen Sanierung dieser Wohnungen bei.