Musikhaus Bäckeranlage

Studienprojekt (ETHZ), 2016 

Das Schulhaus Feldstrasse wird durch zwei Neubauten ersetzt, die auf dem Perimeter zwei Plätze entstehen lassen. Hier erhält der Kreis 4 ein vielseitig nutzbares Musikhaus.

Städtebau im historischen Kontext

Am Platz an der Ecke Stauffacher-/Feldstr. befindet sich der Haupteingang des langen, eher schmalen nordwestlichen Gebäudes, das sich in der Höhe an den Traufhöhen der umgebenden gründerzeitlichen Blockrandbebauung orientiert. Der Platz ist über eine Gasse zwischen den beiden Volumen mit dem Platz an der Ecke Pflanzschul-/Hohlstr. verbunden, wo der Haupteingang des Musikhauses liegt, das sich mit einer Höhe von knapp 23 Metern über die Umgebung erhebt. Das Musikhaus wird durch zwei längliche Kerne, die gleichzeitig das Grundraster aus Quadraten vorgeben, klar in drei Teile gegliedert.

Der nördliche Teil

Der Besucher betritt das Gebäude im nördlichen Teil und gelangt ins Eingangsfoyer, von dem aus sich über repräsentative Treppen und Aufzüge die Vorräume der drei öffentlichen Säle erreichen lassen, die übereinander angeordet sind. Sie sind alle natürlich belichtet, obwohl einer von ihnen im Untergeschoss liegt.

Der mittlere Teil

Bei den kleineren Sälen handelt es sich volumetrisch um einfache Kuben, wohingegen sich der Grosse Saal vertikal in mehrere Teile gliedern lässt: Im ersten Obergeschoss gibt es ein Foyer mit seitlichen Zugängen zum Parkett. Über diesen Zugängen befinden sich die Galerien, die über ein eigenes Foyer im zweiten Obergeschoss erschlossen werden und die auch innerhalb des Saales an der hinteren Stirnseite miteinander verbunden sind. Der Luftraum über diesen Galerien reicht nur bis ins dritte Obergeschoss, wohingegen der über Parkett und Bühne bis hinauf ins vierte Obergeschoss ragt. An den so entstehenden oberen Längswänden befinden sich Fenster, durch die Licht in den Saal gelangen kann.

Der südliche Teil

Im Erdgeschoss ist zum südlichen Platz gewandt ein separat zugängliches Café untergebracht. Ausserdem erfolgt von der Feldstrasse her die Anlieferung. In den Stockwerken darüber befinden sich der Zugang zur Bühne des Grossen Saales, Garderoben für die Musiker, ein Probensaal mit kleinem Foyer und Räume für die Verwaltung. Im vierten Obergeschoss kann man zu beiden Gebäudeseiten nach draussen treten – man befindet sich dann über den Galerien des grossen Saales – und auf den nördlichen Platz bzw. die Bäckeranlage schauen.